Freude & Dramen

Die Schule am Meer

Sandra Lüpkes trifft Jens Pannemann



Heute ist Sandra Lüpkes ungefähr 60 Kilometer südlich und 70 Kilometer östlich von Juist – in Oldenburg, und besucht Jens Pannemann, der lange als Psychologe für Kinder- und Jugendliche gearbeitet hat.

Jetzt ist er im Ruhestand und hat diese neu gewonnene Zeit genutzt, einen Vortrag für das Inselmuseum Juist zu erarbeiten: 100 Jahre Schule am Meer.

Das reformpädagogische Internat, das sich im Loog auf dem Gelände der heutigen Jugendherberge befand, wurde 1925 gegründet und zerbracht 1934 am aufkommenden Nationalsozialismus.

Ein spannendes, auch tragisches Kapitel Juister Geschichte, über das Sandra Lüpkes vor einigen Jahren einen Roman geschrieben hat. Jens Pannemann und Sandra Lüpkes haben also beide schon im verwinkelten Inselarchiv gesessen, Fotos, Bücher und andere Zeitzeugnisse gesichtet und vor allem im viele hundert Seiten dicken Logbuch geschmökert.

Dies ist eine Art Schul-Tagebuch, in dem die kleinen und großen Freuden und Dramen notiert wurden. Die Menschen, um die es in dieser Folge geht und deren Leben durch die Insel geprägt wurde, lebten also vor hundert Jahren.

Manchmal braucht man Grenzen, um der Freiheit gewachsen zu sein.

Jens Pannemann und Sandra Lüpkes möchten die Schulgemeinschaft wieder lebendig werden lassen. Sie reden über unsagbare Augenblicke, verlorene Spuren und das Phänomen, dass es manchmal Grenzen braucht, um der Freiheit gewachsen zu sein.

Höre die Episode:

Was war die Schule am Meer?

Die Schule am Meer war ein reformpädagogisches Internat auf der ostfriesischen Insel Juist, das von 1925 bis 1934 bestand. Gegründet von dem Pädagogen Martin Luserke, verfolgte sie das Ziel, junge Menschen ganzheitlich zu bilden – mit klassischem Unterricht ebenso wie mit Musik, Theater, handwerklichen Tätigkeiten, Sport und Naturerlebnissen.

Die Lage inmitten von Dünen und Meer prägte den Schulalltag: Lernen fand oft im Freien statt, ergänzt durch eine eigene Theaterhalle und sogar ein Meeresaquarium. Die Schule galt als eine der fortschrittlichsten Einrichtungen ihrer Zeit, musste jedoch 1934 im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung geschlossen werden.

Bis heute erinnern Gebäude auf Juist, die heute u. a. als Jugendherberge und im Küstenmuseum genutzt werden, an dieses besondere Kapitel der Inselgeschichte.

Textauszüge aus dem Logbuch der Schule am Meer
Sprecher: Daniel Giest
Fotos: Archiv „Schule am Meer“ und Sandra Lüpkes

Was ist die Schule am Meer für dich?Schreibe deine Gedanken:

Sandra Luepkes

Ich bin Schriftstellerin und treffe Menschen, denen es so geht wir mir: "Juist hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben". In meinem Podcast spreche ich über die Liebe zum Meer, die Insel Juist und wegweisenden Momenten.

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