Freundschaft

Fürs Leben.

Für immer.

Freundschaft fürs Leben.

Es gibt keine Fremden, nur Freunde, die man noch nicht kennt.

William Butler Yeats

Juist ist die Freundschaft fürs Leben. Der Gedanke, dass Gäste einmal herkommen und sich verlieben, ist ganz besonders. Es ist wie die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick: Beim ersten Runterkommen spürt man sie. Diese Liebe und diese Freundschaft. Und irgendwann kommt der Moment, wenn die Verliebtheit ein bisschen abklopft und eine tiefe Verbundenheit aufkommt, diese Partnerschaft, die wir auch in Beziehungen mit anderen Menschen empfinden. Denn es kann nicht für immer nur rosarot und verliebt sein, sondern es braucht eine tiefe Vertrautheit, damit eine Freundschaft wirklich fürs Leben hält.

Wir wollen euch zum Umdenken bringen, aber ihr bringt uns mitunter auch zum Umdenken, wenn es Themen gibt. Und das ist ganz besonders. Es ist ein Luxus, den man nicht zu hoch ansehen kann.

Aber uns sollt ihr nicht glauben. Wir können ja einfach die Menschen fragen, die es wirklich wissen sollten. Wir haben auf Facebook und auf Instagram unsere Follower gefragt. Habt ihr Freundschaften geschlossen auf Juist? Erst war da recht wenig Rückmeldung, aber dann wurde es mehr und mehr. Und das, was die Menschen geschrieben haben, lässt mir das Herz aufgehen. Die Namen der Menschen und die genauen Formulierungen habe ich geändert.

An dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten, aber ein bisschen was beschreiben möchte ich dennoch sehr gerne! Das sind also einige wenige der Geschichten über Freundschaften, die mit Juist zu tun haben:

  • Anna: Ich habe in der Kindheit viele Freundschaften auf Juist geschlossen. Man hat sich jedes Jahr hier getroffen, zusammen am Strand gespielt und im Meer geplantscht. Wir sind abends mit dem Fahrrad zusammen zum Hafen gefahren und haben im Watt nach Wattwürmern gegraben. Die meisten anderen Kinder habe ich nur einmal im Jahr auf Juist gesehen. Es waren Sommerfreundschaften. Der Kontakt ist abgebrochen, aber ich habe noch viele Fotos zuhause von diesen Sommern.
  • Erika: Ich habe meine beste Freundin auf Juist kennengelernt, als wir zusammen mit unseren Familien da waren und am Frühstückstisch ins Gespräch kamen, nur, um festzustellen, dass wir aus dem gleichen Städtchen kamen. Ab dann habe ich sie zuhause getroffen, unsere Kinder sind zusammen aufgewachsen und wir haben zusammen als zwei Familien Urlaub auf Juist gemacht. Sie war immer da für mich. Wir sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Als meine Mutter gestorben ist, hat meine Freundin mich mit nach Juist geschleppt. Hier konnte ich weinen und trauern, das Meer anschreien. Und meine Freundin war immer für mich da. Ich glaube, etwas Besseres als sie hätte mir niemals passieren können.
  • Michael: Meine Mutter hat mich alleine erzogen. Sie ist immer mit ihrer besten Freundin zusammen in den Urlaub nach Juist gefahren. Jedes Jahr in die gleiche Pension. Ihre Kinder kamen auch immer mit, die Tochter jünger als ich und der Sohn älter als ich. Wir mussten immer was zusammenmachen, auf Juist und zuhause. Zuhause war es immer nervige Pflicht, mich um die Tochter zu kümmern, aber auf Juist war das irgendwie schön. Ich dachte nicht, dass ich die Tochter mal als Freundin ansehen würde, aber jetzt freue ich mich drauf, mit ihr einmal im Monat zu telefonieren und zu hören, was in ihrem Leben so los ist.
  • Jolina: Als ich zum ersten Mal mit meiner Familie auf Juist war, habe ich einen Jungen von der Insel getroffen. Ich war sofort verliebt. Er war älter, als ich, ein Haudegen und wirklich hübsch. Ich glaube, ihm hat’s nicht so gefallen, wie sehr ich für ihn geschwärmt habe. Ich war aber sturköpfig und habe mich nicht abschütteln lassen. Jahr für Jahr. Aber er hat mich irgendwann mal mit zu seinen Freunden genommen. Ich habe mit ihm mein erstes Bier in der Kneipe getrunken. Heute werde ich immer noch rot, wenn ich ihn auf der Straße treffe. Wir grüßen ganz höflich und plaudern immer mal wieder, aber befreundet sind wir nicht. Trotzdem ist das eine Freundschaft, die für mich ganz besonders ist.
  • Peter: Mein bester Freund kam aus einer Stadt weit weg von zuhause. Wir haben uns auf der Fahrt nach Juist im Zug kennengelernt, ich weiß aber gar nicht mehr, wie alt ich da war. Sieben oder acht vielleicht. Im Urlaub haben wir jeden Tag zusammengespielt, wir haben Muscheln gesammelt und verkauft und für ein paar Mark die Koffer der Gäste bei Anreise in ihre Unterkünfte gebracht. Er und ich haben uns jeden Monat Briefe geschrieben und uns verabredet für den Sommer, wenn wir wussten, es geht wieder nach Juist. Jahrelang ging das so, bis ich zum Studieren in seine Stadt gezogen bin. Ab dann haben wir alles zusammen gemacht: Er hat mir die Stadt gezeigt, die besten Kneipen und Cafés und Orte. Er hat mir meine jetzige Frau vorgestellt. Und er war der Trauzeuge bei meiner Hochzeit. Es ist eine Urlaubsfreundschaft, die hoffentlich niemals enden wird!

Freundschaftserfahrungen.

Es ist Wahnsinn, wenn man hier Menschen kennenlernt, die nicht nur eng verbunden und befreundet sind mit der Insel, sondern auch mit den Menschen hier. Sie schließen – oftmals bereits im Kindesalter – Freundschaften. Diese halten ein Leben lang. Man besucht sich, man hält Kontakt, immer mal wieder und dennoch nicht immer. Der verbindende Faktor: Die Insel Juist. Sie lässt Freundschaften entstehen. Auf der Insel sind es ganz besondere Freundschaften, die entstehen.

Es sind besondere Freundschaften, die hier entstehen. Es sind Freundschaften, die die Liebe zur Insel als Kern haben. Es sind Freundschaften, die bleiben, auch wenn jemand wegzieht.

Heimat der Freundschaft.

Juist ist deine zweite Heimat und es ist die Verbundenheit und die Freundschaft, die wir uns aussuchen. Denn Freundschaft ist eine Entscheidung und keine Verpflichtung. Freunde suchen wir uns aus, Freunde sind eine Entscheidung. Und das macht sie so wertvoll. Sie suchen uns jedes Mal aufs Neue aus. Wir suchen sie jedes Mal aufs Neue aus.

Freundschaft.

Freundschaft definiert die KI mir so: „Freundschaft ist eine Beziehung zwischen Menschen, die auf gegenseitiger Zuneigung, Sympathie und Vertrauen basiert.“

Das trifft es zwar wissenschaftlich, aber da ist so viel mehr. Freundschaft ist ein Grundbedürfnis. Nach Maslow ist das „Sozialbedürfnis“ eine der Grundstufen unserer Bedürfnisse im Leben.

Freundschaft ist auch ein Faktor für unser Wohlbefinden. Starke Freundschaften machen und glücklicher und widerstandsfähiger. Sogar länger lassen sie uns leben. Sie sorgen dafür, dass wir uns weiterentwickeln.

Freundschaften entstehen einfach so. Aber sie brauchen dennoch Arbeit und Anstrengung. Wir müssen uns öffnen für eine andere Person, aber es muss auch passen. Eine Freundschaft kann nur passieren, wenn wir es wollen, aber es muss auch diese Zufälle geben, damit wir diese Person finden. Oder diesen Ort. Es muss „viben“. Es muss passen.

Man sagt ja verlieben und verknallen. Als hätte man keine Wahl. Aber eine Freundschaft, die wächst. Für die muss man was tun. Für die muss man Geduld und Vertrauen aufbringen.

Wie funktioniert eine Freundschaft?

Freundschaften als Wunder des Lebens.

Freundschaft, das ist wie Heimat.

Kurt Tucholsky

Du kennst das: Einen wahren Freund kann und will man nicht verlieren. Diese Person ist so unendlich wichtig, eine Stütze, ein Teil von sich selbst vielleicht sogar. Diese „Gemeinschaft des Geistes“ ist absolut fundamental: Im Schnitt haben wir alle 3,7 gute Freundinnen oder Freunde. Und: Freunde zu haben ist so gut für die eigene Gesundheit, als würden wir 15 Zigaretten am Tage nicht rauchen. Echt vorteilhaft also! Wer gute Freundschaften pflegt, lebt länger und Freundschaften sind es auch, die das Risiko vermindern, als Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Freund*innen machen glücklich und lassen dich länger und gesünder leben. Und noch ein Fun Fact: Forschende haben herausgefunden, dass beim MRT unsere Hirnwellen verraten, mit wem wir befreundet sind. Wahnsinn!

Aber wie entsteht so eine Freundschaft eigentlich? Wie kommt es zu einer Freundschaft?

So entsteht eine Freundschaft:

  • Man muss viel Zeit miteinander verbringen. Die Daumenregel besagt, dass man ca. 200 Stunden bewusst und freiwillig miteinander verbringen muss, bis man zu besten Freund*innen werden kann. Wichtig hierbei ist, dass das, was man zusammen macht, Vertrauen und Erinnerungen schafft.
  • Man muss sich gegenseitig und freiwillig vertrauen und Dinge teilen – ganz gleich, ob es gemeinsame Erinnerungen oder Geheimnisse oder intime Einsichten sind. Diese Kommunikation rund um geteilte Geheimnisse schafft das Vertrauen, das man braucht, um miteinander befreundet zu sein.
  • Man muss sich auch in gewisser Weise ähnlich sein. Natürlich sind wir keine Blaupause voneinander, aber eine gleiche Sicht auf die Dinge ist wichtig. Auch eine gemeinsame Sprache, ein ähnlicher Familien- und Bildungshintergrund sowie eine vergleichbare Sozialisierung spielen eine Rolle. Gleiche Interessen, ein gleicher Humor und gleiche Werte sind relevant, um eine Freundschaft zu bilden.
  • Oftmals werden Freund*innen zufällig zusammengebracht. Wir gehen nicht mit dem Gedanken los, Person XY zu befreunden, sondern wir treffen eine Person (auf der Arbeit, beim Hobby, beim Einkaufen, über eine App …), mit der wir auf Anhieb auf einer Wellenlänge sind. Und daraus kann eine Freundschaft erwachsen.

Was genau ist eine Freundschaft? Wie unterscheidet sich eine Freundschaft von anderen Beziehungen?

Damit es eine Freundschaft ist, muss man:

  • sich gegenseitig so akzeptieren, wie man ist.
  • sich gegenseitig vertrauen und loyal zueinander sein, Geheimnisse behalten, Gedanken und Gefühle teilen
  • ehrlich miteinander sein
  • gerne und viel Zeit freiwillig miteinander verbringen, gleichzeitig auch Freiräume respektieren
  • sich unterstützen und helfen, vor Kritik in Schutz nehmen
  • Interesse haben, Neuigkeiten hören wollen und aktiv einholen

Mein bester Freund ist der, welcher das Beste in mir zum Vorschein bringt.

Henry Ford

Es gibt verschiedene Phasen einer Freundschaft, die man unterscheiden kann. Nicht unbedingt in jeder Bekanntschaft durchläuft man diese Phasen und manchmal ist die Reihenfolge auch eine andere, aber das ist alles vollkommen in Ordnung.

Aber in der wissenschaftlichen Sicht auf die Dinge laufen Freundschaften in dieser chronologischen Zeitfolge ab:

  • 1. Phase: Zuerst lernt man sich kennen, nachdem eine gegenseitige Sympathie entwickelt wird, Man „vibt“ – oder eben auch nicht. Hier scheitern Freundschaften. Und hier entscheidet sich auch schon, ob man nicht doch nur Bekannte bleibt.
  • 2. Phase: Es kommt recht schnell zu einer Vertiefung der Freundschaft. Nähe wird gesucht, man trifft sich. Man entdeckt Gemeinsamkeiten. Aus Fremden werden Bekannte und man überlegt und entscheidet, ob diese Freundschaft zu einer tiefen Freundschaft werden sollte oder nicht.
  • 3. Phase: Vertrauen wächst, intime Themen und Meilensteine im Leben werden geteilt. Die Freundschaft vertieft sich zusehends.
  • 4. Phase: In dieser Phase entscheidet sich, ob es zu einer tiefen Freundschaft wird und ob diese Freundschaft Bestand haben wird. Hier wird der Grundstein für eine langfristige Freundschaft gelegt, die vielleicht Jahrzehnte oder gar das ganze Leben hält und die zu einem Pfeiler im Leben wird.

Wie finde ich neue Freunde?

Das ist wohl eine Frage, die man sich oft stellt. Kinder auf dem Spielplatz finden quasi sofort und automatisch Freunde. Manche dieser Freundschaften halten ein Leben lang. Fast spielerisch können Kinder diese Verbindungen erhalten und vertiefen. Ist das wohl eine Fähigkeit, die wir als Erwachsene verlieren? Nein, nicht unbedingt. Unsere Umstände ändern sich und wir müssen uns mehr Mühe geben, um weiterhin neue Freunde zu finden und unsere bestehenden Freundschaften beizubehalten.

Um neue Freunde zu finden müssen wir:

  • offen und interessiert sein
  • Möglichkeiten nutzen, neue Menschen kennenzulernen, zum Beispiel auf der Arbeit, bei Hobbys oder einfach zufällig im normalen Leben
  • uns trauen, den ersten Schritt zu machen und Menschen anzusprechen bzw. das Gespräch beizubehalten und weiterzuentwickeln
  • neue Kontakte pflegen statt „aus den Augen, aus dem Sinn“
  • geduldig sein und nichts überstürzen

Beste Freunde und tiefe Verbundenheit.

Unterstützend: Freundschaften.

Wer einen wahren Freund hat, braucht keinen Spiegel.

Malaysisches Sprichwort

Juist darf stolz sein. Nicht nur auf die Natur und auf die Menschen, die hier leben, sondern auch auf viele Gäste. Im Arbeitsaufwand und dem Stress geht dieser Gedanke vielleicht manchmal unter, aber wir können stolz sein. Etwas macht die Insel mit ihrer Natur, den Menschen und dem Erlebnis, das wir tagtäglich erleben, richtig. Wir stehen für Urlaub. Aber wir erwecken auch eine Idee. Wir erwecken eine Freundschaft und eine Emotionalität, die sich sehen lassen kann. Sie ist besonders, diese Insel, sie macht etwas mit uns, das ich nicht in Worte fassen kann.

„Einmischen“ ist kein schönes Wort. Es klingt und ist irgendwie herablassend und ein wenig gemein. Aber es trifft das, was ich sagen will: Da kommt jemand von außen und involviert sich in die Diskussion, die auf der Insel geführt wird. Warum? Weil die Freundschaft einen treibt. Ich verstehe das: Da ist jemand, der Juist so sehr liebt, und einfach emotional involviert ist. Da ist jemand, der sich darum kümmert, was auf Juist passiert, wenngleich er oder sie nicht dort lebt. Es ist ein kurzer Besuch, der lange Folgen hat. Im besten Sinne. Manchmal aber ist das auch ein bisschen schwierig. Aber schwierige Zeiten gibt es in jeder Freundschaft. Und ich weiß, dass wir jede noch so schwierige Zeit zusammen durchstehen werden.

Gäste, die wahre Freundschaft empfinden, dürfen sich einmischen. Bitte unbedingt. Aber konstruktiv. Gäste um Feedback zu bitten, das ist kein Freifahrtsschein für Hass, sondern für eine wertschätzende Kommunikation. Wir streiten uns mal, wie es in Freundschaften mal ist. Wir diskutieren über Dinge und haben verschiedene Meinungen. Aber eines steht fest: Wir sind wahre Freunde, die Gäste und die Insel, wir vertragen uns wieder. Wir streiten, wir nörgeln, aber wir sind auch ehrlich und das ist eine Situation, die man nicht hoch genug schätzen kann. Denn sie zeigt Nähe und Interesse. Darum: Ich denke, wir erhalten viel Feedback von unseren Gästen, vor allem im Vergleich zu anderen Orten. Und das ist toll so, denn es zeigt so viel Respekt und Interesse und Wertschätzung. Aber: Diese Freundschaft muss beidseitig ausgewogen sein. Wir als Ort müssen auf euer Feedback eingehen, wir müssen es zeitlich und personell schaffen, all diese Dinge zu balancieren. Neben allem anderen, was tagtäglich so anliegt. Und ihr müsst Verständnis haben, dass nicht immer alles gleichzeitig und sofort geht. Wichtig ist aber vor allem, dass wir als Partner in dieser Freundschaft einander haben und für das gleiche einstehen.

Beispiel für Freundschaft auf Distanz.

Das Juister Gästeparlament.

Der Freund ist einer, der alles von dir weiß, und der dich trotzdem liebt.

Elbert Hubbard

Sarkastisch, aber auch wahr. Man kennt Juist und kommt immer wieder. Man kennt die Insel immer und immer besser und kommt wieder. Immer und immer wieder. Es ist ein bisschen wie eine Sucht oder wie eine Angewohnheit, man will immer mehr. Und dann merkt man, wie es nicht mehr genug ist und man noch mehr geben will in dieser Freundschaft.

Ursprünglich kam die Idee von unserer Nachbarinsel Norderney: Schon vor dem ersten Weltkrieg gab es dort ein Gästeparlament. 2014 wurde dann bei uns auf Juist die Idee neu aufgelegt, ein Gästeparlament zu etablieren, dessen Aufgaben, Besetzung und weitere Grundpfeiler nach heutigen Standards kreiert wurden.

Das Juister Gästeparlament soll als beratendes Gremium fungieren und Verbesserungsvorschläge für die Insel erarbeiten. Es gab jeweils 10 ehrenamtliche Mitglieder, die sich bewerben konnten und dann durch das Los und durch die Erfüllung gewisser Kriterien (Geschlecht, Alter, Familienstand, Heimat-Bundesland, Neugast oder Stammgast, und, und, und) ins Gästeparlament kamen. Dazu kamen Vertreter Juister Betriebe, wie Einzelhändler*innen, Gastronom*innen, Gastgeber*innen und natürlich viele, viele, viele Ehrenamtler*innen.

Fun Fact: Das Juister Gästeparlament als Idee wurde für den deutschen Tourismuspreis nominiert.

Einmal pro Jahr also traf sich das Gästeparlament auf der Insel und diskutierte zwei Tage lang, um konkrete Ideen zu entwickeln, die die Insel weiterbringen und attraktiver machen sollten. Der Plan war, dass Ideen im Rahmen des Gästeparlaments entwickelt und dann von der Kurverwaltung und Inselgemeinde umgesetzt werden sollten in Kooperation mit den Juister Betrieben und Vereinen. Das Gästeparlament sollte seine Gast-Sichtweise auf die Insel teilen, hierbei aber jeweils keine Entscheidungsbefugnis haben.

Das Gästeparlament wurde schlussendlich aufgelöst. Aber das ist nicht das Ende der Freundschaft von Juist zu seinen Gästen und den Gästen zu Juist. Manchmal enden Dinge in der besten Zeit.

Wenn man es etwas direkter und harscher formulieren möchte: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, wie schon Freiherr von Schill sagte, der einen Aufstand gegen Napoleon Bonaparte anführte. Nicht, dass das Gästeparlament ein Schrecken war. Manchmal sind es Dinge, die eine Zeitlang funktionieren und einen Mehrwert bieten, aber irgendwann ausgedient haben. Wenn du mehr wissen möchtest über das Juister Gästeparlament, findest du in der Online-Variante unseres Urlaubsmagazins, in dem ein Mitglied des Gästeparlaments erzählt:

Freundschaft.

„Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen, und trotzdem zu uns halten.“

Marie von Ebner-Eschenbach

2 Gedanken zu „Fürs Leben.“

  1. Meine Freundin und wohnen weit auseinander. Das schönste war für mich 5 Tage auf Juist viel gelacht Spaß gehabt. Wir haben uns damals auf der Fähre kennengelernt.
    Aber schade von ihr kommt nichts.
    Wir haben ausgemacht das wir einmal im Jahr zusammen Urlaub machen.

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  2. Die Urlaubsfreundschaft ist auch wertvoll, wenn sie im Urlaub bleibt und diesen nicht überdauert. Denn sie macht diesen Urlaub in der Erinnerung zu etwas ganz Besonderem. Und möglicherweise zu einer Orientierung im Leben. Diese Erfahrung lehrt Dankbarkeit für die Dinge, die man zu einer Zeit hatte, und wieder ziehen lassen musste, im Wissen, dass neues Wertvolles kommen wird.

    Antworten

Was ist Urlaubsfreundschaft für dich?Schreibe deine Gedanken:

Julia Findeisen

Julia Findeisen lebt seit 2021 auf Juist. Sie schreibt über ihre absolute Leidenschaft: Genussmomente und Glücksorte. Juist ist für sie zur Heimat geworden.

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