Bald.

Zukunftsszenarien.

Ein Blick in die Glaskugel.

15-Minuten-Stadt, klimaneutrale Verkehrsmittel und selbstfahrende Autos. Das alles klang noch vor wenigen Jahren wie die Szenarie, die in einem Sci-Fi-Roman beschrieben wird. Es klingt ein bisschen wie etwas, das Jules Verne oder George Orwell schreiben würden.

Doch heute ist das alles und noch viel mehr denkbar.

Wir könnten uns stundenlang darüber unterhalten, wie die Zukunf taussehen wird. Wir könnten stundenlang darüber diskutieren, was vermeintlich gut oder schlecht wäre.

Die Forschung kann Szenarien erstellen und Trends erkennen. Sicher ist nur eines: Vieles kann sich ändern. Aber nicht alles muss sich ändern.

Die Zukunft der Mobilität.

Die Forschung setzt auf verschiedene Gedanken, wenn zur Zukunft der Mobilität konzeptioniert wird. Sicher ist man sich, dass die Mobilität der Zukunft so sein wird:

  • Vernetzt durch verschiedene Apps, Datenaustausch und gemeinsame Netzwerke
  • Sicher durch smarte Technologien, einheitliche Standard und Wartungsintervalle
  • Vielfältig durch Verknüpfung von Verkehrsmitteln entstehen Überschneidungen zwischen Bus, Bahn, (Selbstfahrendem) Auto, Fahrrad und alternativen Verkehrsmitteln wie Schwebebahnen oder Seilbahnen
  • Emissionsfrei durch immer weiter steigende Effizienz, alternative Antriebsmöglichkeiten und grünen Strom

Stichwort vielfältig: Expert*innen gehen davon aus, dass wir in Zukunft noch viel mehr verschiedene Transportmittel nutzen werden, um im Alltag von A nach B zu kommen. Erst mit dem Fahrrad, dann mit dem selbstfahrenden Bus? Vielleicht, aber da gibt es natürlich noch viele planerische und behördliche Hürden zu nehmen. Von der Technik ganz zu schweigen.

Es wird wohl auch noch mehr „alternative“ Mobilität geben. Schwebebahnen oder Seilbahnen und Fähren über Flüsse könnten zum alltäglichen Fortbewegungsmittel werden, wie es einige Regionen ja bereits vormachen.

Sharing is caring“: In einer Zukunft, in der das Thema Nachhaltigkeit noch viel mehr an Bedeutung gewinnen wird, teilt man sich Gemeinschaftsautos, statt eines zu besitzen. So zumindest die Vorstellung.  Eine klügere Verkehrsplanung durch zum Beispiel sinnvollere, datenbasierte Ampeln werden wir ebenfalls verleben.

Und in der Seefahrt? Es sind ja keine Neuigkeiten, dass Schiffe im Allgemeinen nicht besonders klimaverträglich sind mit ihren Ausstößen. Einige Reedereien zeigen aber auch, dass es anders geht, so zum Beispiel die Frisia, die einen E-Kat von Norddeich nach Norderney fahren lässt (und in seltenen Fällen auch mal nach Juist). Batterien können Diesel nur auf kürzeren Strecken und mit wenig Ladung ablösen. Ein riesiges Containerschiff kann momentan und in absehbarer Zukunft nicht mit einer Batterie fahren. Und wie sieht es mit selbstfahrenden Schiffen aus? Das werden wir nicht so schnell sehen: Der Kostendruck, Personal auf Schiffen einzusparen, ist nicht so groß. In Fahrwassern wie auf dem Wattenmeer ist es aber vor allem die Erfahrung des Personals, die man nicht einfach durch Technik ersetzen kann. Aber: Forschung in diese Richtung kann ja nicht schaden und wer weiß, was die Zukunft bringen wird.

Die Zukunft der Mobilität auf Juist:

Nachdem das alles gesagt wurde, stellt sich die folgende Frage: Wird das auf Juist auch so kommen? Werden wir selbstfahrende Autos hier haben? Das kann niemand sagen.
Wir haben auf Juist ganz andere Voraussetzungen, als auf dem Festland. Wir sind eine kleine Insel mit wenigen Einwohnern, mit wenig Bedarf durch kurze Strecken, mit wenig Platz für neue Infrastruktur, weil fast ganz Juist in streng reglementierten und schützenswerten Bereichen des Nationalpark Wattenmeer liegt. Ob wir jemals eine Schwebebahn vom Ort zum Kalfamer erhalten werden? Zweifelhaft. Aber im Bestfall können wir von den Versuchen und Konzepten auf dem Festland lernen und Mobilität auf der Insel passend zu Juist und positiv für alle umsetzen.

Fotos: Lars Wehrmann

Mein Lesetipp …

Zukunftsszenarien.

Julia eröffnet dir einen Blick in die Glaskugel und zeigt dir, wie die Zukunft der Mobilität aussehen könnte.

Was ist Zukunft für dich?Schreibe deine Gedanken:

Julia Findeisen

Julia Findeisen lebt seit 2021 auf Juist. Sie schreibt über ihre absolute Leidenschaft: Genussmomente und Glücksorte. Juist ist für sie zur Heimat geworden.

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