Bunte Welten aus Licht.
Licht, Farben, Stimmung und Fotos:
Licht hat einen großen Einfluss darauf, wie ein Foto wirkt. Dasselbe Motiv kann morgens, mittags oder abends ganz unterschiedlich aussehen. Warmes Licht am Morgen oder Abend sorgt oft für eine ruhige und angenehme Stimmung. Weiches Licht lässt Menschen natürlich wirken und vermeidet harte Schatten. Bei wechselhaftem Wetter mit Wolken und Sonne entstehen dagegen oft spannende Kontraste.
Justyna Czapla
Manchmal bin ich richtig stolz auf mich, wie kreativ ich bin (Ja, Eigenlob stinkt, aber trotzdem): Ich komme fast jeden Monat auf eine gute Idee, mit der ich jemanden vorstellen kann von der Insel, eine Persönlichkeit und eine Person, die spannend ist – und die auch Lust hat, sich vorstellen zu lassen.
In diesem Monat spreche ich mit und über Justyna. Ich habe über Social Media von ihr erfahren, denn ich betreue ja auch den @juist.de-Account auf Instagram und dieser Account folgt ihrem Account @juist.mein.toewerland. Sie postet die schönsten Fotos und Videos von der Insel. Dass sie Fotografin ist, sieht man in jeder Aufnahme. Diese Eindrücke sind einfach besonders.
Dann habe ich Justyna zwei Mal voll in Action erlebt auf Hochzeiten und daraus sind Fotos geworden, die wirklich ans Herz gehen, Fotos, die die kleinen Details des schönsten Tages eines Lebens zeigen, die aber auch die gesamte Stimmung abbilden.
Und in ihrem Job ist es natürlich unglaublich wichtig, Licht und Farben zu verstehen und mit ihnen zu spielen, um wunderbare Fotos zu erschaffen!



Justyna Czapla, Fotografin auf Juist
Justyna fertigt allerdings nicht „nur“ Landschaftsfotos an, sondern bietet auch Hochzeitsfotos und Familienfotos als komplette Pakete an.
„Wer bist du?“, frage ich sie zu erst.
„Mein Name ist Justyna Czapla. Ich lebe seit über 20 Jahren mit meiner Familie auf Juist. Ich bin verheiratet und habe einen erwachsenen Sohn, der sich als Seenotretter und Feuerwehrmann auf der Insel engagiert. Darauf sind wir sehr stolz. Juist ist für uns längst Heimat geworden“ – Und das finde ich ein ganz wunderbares Statement.
Ursprünglich kommt Justyna aus Polen, vor vielen Jahren ist sie nach Juist gekommen. Erst sollte es nur ein Lebensabschnitt sein, doch die Insel wurde ihr Zuhause. Vor über 20 Jahren kamen Justyna und ihr Mann auf die Insel. Und: „Ich kann mir kaum vorstellen, woanders zu leben“.
Weil es in diesem Artikel um Licht geht, wollte ich natürlich wissen, wie Justyna zur Fotografie gekommen ist. „Eigentlich“, sagt sie, „hat Fotografie mich schon mein ganzes Leben lang begleitet“. Ihre Oma hatte eine alte Zeiss-Kamera und genau dieses Gerät hat Justyna auch als Kind schon fasziniert. Das mag der erste Grundstein für ihre Zukunft als Fotografin gewesen sein. Auf Juist aber wurde die Fotografie immer wichtiger und die Liebe zum Bild immer größer. Warum? Weil sie von der Natur fasziniert war. Die Weite der Insel, das Meer, das Watt und das Licht auf der Insel inspirerten und inspirieren Justyna dazu, immer häufiger und bewusster zur Kamera zu greifen. Das Hobby wurde zur Leidenschaft: Freunde und Bekannte baten sie um Fotos, Familien- und Hochzeitsfotos kamen dazu.
Als ich sie frage, wie denn ein typischer Tag für sie aussieht, möchte ich rausfinden, wie das Licht ihren Alltag beeinflusst. Und das erfahre ich auch: „Einen typischen Tag gibt es eigentlich nicht. Oft bin ich mit der Kamera unterwegs, manchmal früh am Morgen, manchmal am Abend. Besonders gerne fotografiere ich dann, wenn das Licht etwas Besonderes macht. Die schönsten Momente lassen sich oft nicht planen.“
Zum Schwelgen laden ihr Instagram-Profil und ihre Website ein:
Zu Justynas Website:
Zu Justynas Instagram-Account:
Justynas Lieblingslichtbilder.
Weiterlesen lohnt sich! Tut es eigentlich bei jedem unserer Artikle (wie wir finden, zumindest!), aber in diesem Fall ganz besonders. Warum? Justyna teilt im weiteren Verlauf ihre Lieblingslichtbilder mit uns. Und die sind der absolute Hammer!
Entstanden sind diese Bilder im Laufe der Jahre und zeigen absolute Phänomene, wunderbare Momente, Lichtstrahlen und Erinnerungen.
Es sind Bilder, die die Lichtermagie wirklich einfangen.
Als Fotografin achte ich immer zuerst auf das Licht. Es bestimmt, wann und wie ich ein Motiv fotografiere. Gerade auf Juist verändert sich das Licht ständig.
Justyna Czapla
„Ja“: Traumhafte Perspektiven bei der Hochzeit
Den schönsten Tag im Leben begleiten: Das ist doch mal wirklich was! Klingt wie der schönste Job auf Erden. Für Justyna ist er das auch. Wenn sie Hochzeiten fotografisch festhält, hat sie immer ein Lächeln auf den Lippen. Man sieht ihr an, dass sie ihre Arbeit liebt. In der leisen Kirche oder im Standesamt begleitet das leise Klackern der Kamera den Tag. Raus kommen Marmeladenglasmomente, wunderbare Erinnerungen, Perspektiven. Fürs Brautpaar, aber auch für die Gäste, um diesen Tag nochmal zu erleben. Und das tun gute Fotos ja auch: Sie versetzen einen zurück in geliebte Erinnerungen.
„Sie werden so schnell groß“
Justyna fotografiert auch Familien, die auf der Insel Juist ihren Urlaub verbringen. Sie zeigt Fotos, die besonders sind. Klar, da sind die „normalen“ Porträts und Aufnahmen, in denen man alle Mitglieder der Familie sieht. Aber viel besonderer finde ich die Nahaufnahmen von Babyfüßen, Babybäuchen, die Shots mit ungestelltem Lachen und halb beim Hinfallen. Es sind echte Momente, ungestellt, es sind Szenerien, die es so nur einmal gibt. Es sind Momente, die im Großen und Ganzen im Alltag nicht auffallen, weil sie normal sind, aber einmal auf Fotos festgehalten, sind es diese Momente, die einem als Foto auf dem Schrank im Vorbeigehen lächeln lassen.
Schnappschüsse der Insel.
Als ich Justyna mal geschrieben hatte, ob sie wohl das eine oder andere tolle Winterbild mit Juist im Schnee für mich hätte, das ich im Job benutzen darf, kam eine riesige Auswahl zurück. Und wenn ich „riesig“ schreibe, dann meine ich auch riesig: Ein Motiv war schöner als das andere und ich hätte locker einen halben Tag damit verbringen können, mir alles anzuschauen und zu schwelgen. Auf den Fotos, das muss ich zugeben, wirkte Juist aber noch viel schöner und romantischer im Schnee, als es das eigentlich ist. Denn auf Fotos sieht alles so unberührt und zuckrig aus, so perfekt und idyllisch. Ist es auch, aber der Alltag mit zu viel Schnee ist ein anderer. Ich habe hier im Seezeichen auch einen Artikel über den Wintereinbruch Anfang 2026 geschrieben – Wen das interessiert, kann hier gerne mehr dazu lesen. Jedenfalls – zurück zum Thema: Justyna fängt das Winterlicht so wunderschön auf ihren Fotos ein. Der Kontrast zwischen blauem Himmel und weißem Schnee, die einzelnen Schneeflocken, die Leere, der Wind, die Natur: Das alles wirkt so perfekt auf ihren Bildern. Es sind Motive, die Sehnsucht erwecken – nach Juist, nach dem Winter. Obwohl ich hier lebe. Aber genau das macht dieser Perspektivenwechsel ja aus: Eine gute Fotografin versteht es, den Alltag darzustellen, im Alltäglichen das Besondere herauszufiltern und darzustellen.
Die Farben des Lichts.
Die Wahrnehmung von Licht und Farben



Justynas Lieblingslichtbilder zeigen absolute Lichtermagie.
Vielleicht aber sollten wir erstmal damit anfangen, was Licht eigentlich ist. Hell und Dunkel – das ist Licht. Farbe ist Licht auch. Die Physik definiert Licht als elektromagnetische Strahlung, die von einer Lichtquelle abgestrahlt wird und von einem Objekt zum Teil absorbiert wird und zum Teil abprallt. Wir Menschen können nur einen Teil des Spektrums des Lichts wahrnehmen. Ultraviolett und infrarot können wir Menschen im Normalfall nicht sehen.
Unsere Augen sind dazu in der Lage, Licht mit einer Wellenlänge von mindestens 380 nm, maximal aber 780 nm (Nanometer, das ist ein Milliardstel Meter) wahrnehmen. Dabei bestimmt die Wellenlänge der Strahlung die Farbe, die unser Auge wahrnimmt:
- Rot: ca. 620–750 nm
- Grün: ca. 495–570 nm
- Blau: ca. 450–495 nm
Und wie genau funktioniert das mit dieser Wahrnehmung? Unsere Augen haben drei verschiedene Arten von Zapfen in sich, die auf rot, blau und grün spezialisiert sind. Die Mischung gibt uns dann vor, welche Farbe, Schattierung und Abstufung wir sehen. Ziemlich spannend! Von den Zapfen geht die Wahrnehmung in Neuronen über und von dort aus ins Gehirn, das diese Eindrücke verarbeitet und sortiert und daraus das fertige Bild inklusive Farben „mischt“.


Warum sehe ich eine andere Farbe als mein Partner?
Kennst du diese Situation, wenn du dich mit jemandem unterhältst und ihr euch nicht einig seid, welche Farbe etwas hat? Vor einiger Zeit (im Jahr 2024) gab es die Diskussion auf Social Media, ob ein Kleid gold-weiß oder doch eher blau-schwarz war. Das war ein Beispiel dafür. Dass vor allem die Farben auf Fotos durch Belichtung, Schatten und Filter beeinflusst werden und natürlich die Qualität des Fotos selbst, hat natürlich auch einen großen Anteil an solchen Diskussionen.
Ich kann sagen: „Mein“ Juister hat eine Jacke, die für mich ganz eindeutig schlamm-grün ist. Er sagt, sie ist braun. Wir glauben beide, dass wir Recht haben. Und genau das zeigt, wie subjektiv Farben sind.
Unsere Wahrnehmung von Farben ist subjektiv und sie wird unter anderem durch diese Faktoren geprägt und beeinflusst:
- Kultur
- Erfahrung
- Stimmung
Genau diese Faktoren kommen ins Spiel, wenn wir Menschen etwas Neues sehen, von dem wir keine Vorstellung haben, denn wir alle sind uns einig, dass eine Orange nun mal orange ist. Beim viralen Kleid war es wohl so (basierend auf einem wissenschaftlichen Versuch), dass die Menschen, die das Foto vom Kleid gesehen haben, gedanklich die Farben angepasst haben, weil sie sich nicht einig waren, ob das Kleid im Schatten lag oder überbelichtet wurde. Das Hirn also sortiert – für uns unbewusst – Beleuchtungsquellen ein und erstellt daraus ein Bild. Kurzgesagt: Das Foto war so schlecht gemacht, dass es unseren Gehirnen eine knifflige Aufgabe gegeben hat.
Sonnenlicht im Jahresverlauf.
Ist das wirklich so oder bilde ich mir das nur ein? Das Sonnenlicht sieht im Jahr immer anders aus. Da kann man mir sagen, was immer man will, aber das Licht ist im Laufe des Jahres einfach anders. Oftmals grell, fast schon weiß, in anderen Zeiten eher warm und goldig. Und im Winter ja quasi nicht existent.
Also frage ich den größten Wissensspeicher überhaupt, das Internet. Ändert sich das Sonnenlicht übers Jahr hinweg? Klare Antwort: Ja. Die Sonne ändert ihre Position übers Jahr hinweg. Im Sommer steht die Sonne höher am Himmel, als im Winter. Je tiefer die Sonne also steht, desto mehr Luft muss sei durchqueren, bis sie bei uns im Auge ankommt. Und: Auch Licht ist in gewissem Maße ein Hindernis für die elektromagnetische Strahlung, die Licht eigentlich ja nur ist. Blaues und violettes Licht werden auf dem längeren Weg im Winter von der Sonne zur Erde / bis zu uns ins Auge stärker gestreut und langwelliges Licht wie rot und orange kommt besser durch. Also haben wir abseits des Sommers, wenn die Sonne am höchsten steht, eher goldiges Licht. Das gilt übrigens auch für die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Auch hier ist die Sonne näher an unseren Augen und daher wirkt das Licht genau zu diesen Zeiten auch eher rötlich, golden, orange-gelblich, statt weiß und farblos wie die Mittagssonne, die steil auf der Erde ankommt.
Aber auch kleinste Tröpfchen in der Luft – wie Wolken, Staub, Sand und einfach Feuchtigkeit – brechen die elektromagnetische Wellenlänge von Licht und beeinflussen damit, welche Farben wir wie intensiv wahrnehmen.


Bilder: Notebook LM. Ich habe Notebook LM, eine KI-gestützte Software zur Bilderstellung von Google, gefragt, wie Licht entsteht und warum sich die Farben der Sonne im Laufe des Jahres verändert. Das habe ich als Antwort erhalten. Man sollte natürlich immer die Quellen checken und nicht blind auf das vertrauen, was eine KI behauptet, aber das fand ich schon einen ziemlich genialen „Output“ für einen ersten Überblick und zur Verdeutlichung des Systems Licht, ohne in die wissenschaftlichen Details zu gehen.
Licht in der Fotografie.



Justynas Lieblingslichtbilder zeigen absolute Lichtermagie.
Es ist immer faszinierend zu sehen, wie die Sonne im Laufe des Jahres ihre Farben ändert und wie man versucht, eben diese Farben einzufangen. Auf dem Bildschirm und auf Papier wirkt die Sonne wunderschön, aber die Wirklichkeit ist noch viel atemberaubender. Ein klarer Fall davon, dass die Wirklichkeit manchmal einfach schöner ist, als jede Aufnahme,
Wir Hobby-Fotografen und Laien-Knipser bekommen wunderschöne Fotos hin, auf dem Handy oftmals, denn sie fangen authentisch und echt ein, was wir sehen: Wunderbarer technischer Fortschritt! Aber Fotograf*innen haben noch mal einen anderen Blick, denn sie wissen technisch, was sie tun, und wurden visuell und grafisch geschult. Durch vermeintlich kleine Einstellungen an der Kamera mit Belichtungszeit, Kontrasten und Schärfe erschaffen sie kleine Kunstwerke. Plus: Sie sehen Dinge anders, als viele von uns. Nicht besser oder schlechter, sondern anders. Fotografinnen und Fotografen haben ein Auge dafür, Sonnenuntergänge und Lichter besonders in Szene zu setzen. Es ist eine Sicht auf die Welt, die anders ist – Berufskrankheit, könnte man zynisch sagen.
Licht hat auch für Justyna in der Fotografie eine wichtige Bedeutung, bestimmt es doch die Stimmung und die Wirkung eines Fotos. Licht macht das Motiv immer anders – verwandelt es komplett. Auch das Sonnenlicht ist sehr wichtig für sie. Das Licht verändert sich durch das Meer, das Watt und den Horizont. Aber auch andersrum gilt es: Das licht verwnadelt das Meer, das Watt und den Horizont.
Justyna sagt:
An sonnigen Tagen glitzert das Meer wie ein Spiegel. Besonders liebe ich die Wintermonate. Dann entstehen auf der Wattseite oft die schönsten Sonnenaufgänge. Der Himmel leuchtet in kräftigen Rot-, Orange- und Rosatönen und spiegelt sich im Watt. Solche Momente sind jedes Mal ein Erlebnis.
Justyna Czapla
Aber auch stürmische Tage faszinieren Justyna. Dann ziehen die Wolken tief über die Insel, Sonne und Regen wechseln sich ab und innerhalb weniger Minuten entstehen völlig neue Lichtstimmungen. Gerade diese Veränderungen machen Juist fotografisch so spannend – sie sind Herausforderung und Abwechslung zugleich. Zu ihren schönsten Erlebnissen gehören auch die Polarlichter, die in den vergangenen Jahren mehrmals über Juist sichtbar waren. Solche Augenblicke zeigen, wie außergewöhnlich die Natur und das Licht auf Juist sein können.
„Wie beeinflusst dich Licht im Laufe der Jahreszeiten?„, frage ich Justyna.
Jede Jahreszeit bringt ihr eigenes Licht mit und genau das macht Juist für mich so faszinierend. Im Frühling die Natur erwacht und die Farben wirken besonders lebendig. Im Sommer sind die Tage lang und hell, die Sonnenauf- und -untergänge ziehen sich oft über einen langen Zeitraum und tauchen die Insel in warme Farben. Im Herbst beeindrucken mich die schnellen Wetterwechsel, die dramatischen Wolkenformationen und die starken Kontraste zwischen Licht und Schatten. Oft verändert sich die Stimmung innerhalb weniger Minuten. Im Winter mag ich das besondere Licht der tief stehenden Sonne. Und, wenn es auf Juist einmal schneit, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Alles wirkt dann noch intensiver, die Landschaft ist fast märchenhaft. Gerade dann entstehen oft besonders stimmungsvolle und zauberhafte Bilder. Für mich ist es spannend, dass dieselbe Landschaft je nach Jahreszeit völlig unterschiedlich wirken kann. Das Licht verändert nicht nur die Farben, sondern auch die Atmosphäre und die Gefühle. Deshalb entdecke ich Juist fotografisch immer wieder neu.


Juist ist kunterbunt.
Wir nehmen die Farben des Lichts und die Farben im Alltag subjektiv wahr. Was ich als grün empfinde, sieht der Partner als braun. Wer das virale Kleid als weiß ansah, stimmte nicht mit der Person überein, die es als schwarz ansah.
Und: Wie ich meine Umwelt sehe, ist nicht so, wie jemand anders die gleiche Umwelt empfindet. Fotografinnen wie Justyna nehmen Potential wahr, das in Bildern eingefangen werden kann – Stimmung, Schatten, Details und Bewegung. Ich sehe „nur“ eine hübsche Szenerie. Beim Spaziergang durch eine fremde Stadt sehe ich hübsche Fassaden, mein Juister findet natürlich direkt so was wie ein falsch rum eingebautes Fenster im zweiten Stock eines Hauses. Unsere Erfahrungen, unser Charakter, unsere Werte – Sie alle bestimmen, was wir wie wahrnehmen.
Das ist ja auch irgendwie die Magie dabei: Fotografinnen wie Justyna nehmen die Welt anders wahr, sie sehen Farben und Facetten anders, als ein Laie wie ich. Und am Ende kann sich ein Laie wie ich über wunderschöne Fotos freuen, die es zu bestaunen gilt!
Die Fotografie hat mich gelehrt, genauer hinzusehen. Oft sind es die kleinen Dinge, die einen Moment besonders machen, das Glitzern auf dem Meer, ein Sonnenstrahl zwischen den Wolken oder die Farben eines Sonnenaufgangs. Viele dieser Augenblicke teile ich auf meinem Instagram-Account juist.mein.toewerland. Dort zeige ich Juist so, wie ich die Insel erlebe – mit ihren besonderen Lichtstimmungen, ihrer Natur und ihren vielen kleinen Wundern. Auch nach über 20 Jahren überrascht mich Juist immer wieder aufs Neue. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich so gerne fotografiere.
Justyna Czapla





Justynas Lieblingslichtbilder zeigen absolute Lichtermagie.
Fotos: Justyna Czapla

