Memmert aus der Ferne

Memmert aus der Ferne

Dein 35. Impuls

Dein Impuls:

Gestern hast du ein inneres Schild aufgestellt, das dich schützt. Heute erwartet dich eine achtsame Übung, in der du einem Gefühl mit Respekt und Abstand begegnest.

Im Wattenmeer gibt es Orte, die nicht frei zugänglich sind. Zum Beispiel Vogelschutzinseln wie Memmert. Man schaut aus der Ferne. Und lässt sie in Ruhe.

Das ist nicht Gleichgültigkeit. Das ist Schutz. Und Schutz ist manchmal die liebevollste Form von „Nein“.

Heute üben wir das mit einem Gefühl. Nicht anfassen. Nicht auswerten. Nur respektieren.

Erstens: Wähle ein Gefühl, das gerade da ist. Vielleicht Unruhe. Vielleicht Traurigkeit. Vielleicht gar nichts.

Zweitens: Stell dir vor, dieses Gefühl ist eine kleine Insel. Du musst nicht hinüber. Du darfst am Rand stehen. Und schauen.

Drittens: Sag innerlich: „Ich sehe dich.“ Und dann: „Ich lasse dich heute in Ruhe“.

Bleib drei Atemzüge dabei. Wenn du doch hineinspringen willst, ist das menschlich. Dann tritt wieder einen Schritt zurück. Wie an einer Küstenlinie.

Wenn du magst, setz noch einen Satz dazu. „Ich muss das nicht heute lösen.“ Sag ihn einmal. Und spür, wie der Körper reagiert.

Manches heilt nicht durch Berühren. Manches heilt durch Abstand. Und durch Geduld.

Gut, dass du heute Respekt geübt hast, auch vor dir selbst. Morgen begegnen wir einem See, der mitten in Dünen liegt.

Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.

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