
Schweinswal-Atem
Dein Impuls:
Gestern hast du dir erlaubt, eine Basis aus Ruhe zu spüren. Heute erwartet dich eine Atemübung, in der du Kommen und Gehen ohne Druck übst.
Im Wattenmeer leben Schweinswale. Sie tauchen auf. Sie atmen. Und sie sind wieder weg. Kein Festhalten. Nur Rhythmus.
Vielleicht ist das auch eine Erlaubnis für dich. Du musst nicht „durchgehend“ funktionieren. Du darfst auftauchen. Und wieder abtauchen. In Pausen. In Stille.
Heute üben wir genau das. Einen Atem, der auftaucht. Und wieder geht.
Erstens: Atme ein. Nicht tiefer als nötig.
Zweitens: Atme aus. Ein Hauch länger. Und stell dir vor, dein Ausatmen macht ein kleines „Pff“. Nur in der Vorstellung.
Drittens: Mach danach eine kleine Pause. Eine Sekunde Stille. Dann kommt der nächste Atem von selbst.
Wiederhol das für zehn Atemzüge. Wenn du zwischendurch drängst, merk es. Und lass den Druck wieder abtauchen.
Wenn du magst, leg dabei eine Hand auf den Bauch. Und spür: Der Atem kommt von selbst. Du musst ihn nicht jagen.
Vielleicht fühlst du: Du musst nicht ständig „da sein“. Du darfst kommen und gehen. Auch im eigenen Kopf. Auch in Gefühlen.
Gut, dass du heute Rhythmus geübt hast, ohne Kontrolle. Morgen richten wir den Blick auf etwas, das zieht und weiterzieht.
Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.
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