
Strandkorb
Dein Impuls:
Gestern hast du etwas abrieseln lassen, ohne es zu zerdenken. Komm heute mit an den Strand!
Auf Juist stehen Strandkörbe wie kleine Zimmer im Freien. Sie halten Wind ab. Und sie machen Platz zum Sitzen.
Heute nutzen wir das für deine Gedanken. Du musst sie nicht stoppen. Du brauchst nur einen Platz, von dem aus du sie siehst.
Erstens: Setz dich hin. Stell dir vor, du sitzt in einem Strandkorb. Rücken gestützt. Seitlich gehalten.
Zweitens: Lass einen Gedanken kommen. Nur einen. Setz ihn in deiner Vorstellung auf den Sand vor dich. Wie ein Besucher. Nicht wie ein Chef.
Drittens: Sag innerlich: „Ich sehe dich“. Und dann: „Du darfst da sein, ohne zu lenken“.
Mach das für eine Minute. Wenn mehrere Gedanken kommen, wähl einfach den lautesten. Setz ihn wieder nach vorn. Du bleibst sitzen.
Du musst nicht stärker sein als dein Kopf. Du darfst nur einen Rahmen setzen.
Und wenn du magst, mach den Rahmen noch weicher. Stell dir vor, du schließt die Strandkorb-Tür nicht zu. Du lehnst sie nur an. Gedanken dürfen kommen. Aber sie müssen nicht durchregieren.
Zum Schluss spür den Rücken. Spür die Stütze. Und sag dir: „Ich sitze hier“.
Gut, dass du heute einen Rahmen gefunden hast, der dich hält. Morgen üben wir etwas, das ohne große Steigungen auskommt.
Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.
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