
Ruhezone
Dein Impuls:
Gestern hast du einen inneren Schutzraum vorbeiziehen lassen, ohne Eingriff. Bleib heute in deinem Schutzraum, so wie es das Wattenmeer ist.
Denn in diesem Nationalpark gibt es eine Ruhezone. Ein Bereich, der still bleiben soll. Nicht, weil Stille heilig wäre. Sondern weil sie Leben ermöglicht.
Vielleicht ist das für dich heute die Frage: Wo in mir braucht etwas Ruhezone? Nicht mehr Reiz. Nicht mehr Bewertung. Nur weniger.
Heute üben wir Verbundenheit mit Stille. Nicht als Leistung. Als Beziehung.
Erstens: Leg eine Hand auf den Bauch. Die andere auf die Brust. Spür: Ich bin da.
Zweitens: Sag innerlich zu deiner eigenen Unruhe: „Du darfst hier sein“. Sag innerlich zur Stille: „Du auch“.
Drittens: Hör für eine halbe Minute auf den leisesten Ton im Raum. Nicht den lautesten. Den leisesten.
Wenn du ihn gefunden hast, bleib dort. Wie bei einem scheuen Tier. Langsam. Ohne Greifen.
Vielleicht merkst du: Stille ist nicht leer. Sie ist nur nicht voll von dir. Und das kann entlasten.
Wenn du willst, setz zum Schluss einen Mini-Satz. „Ich darf leiser werden“. Sag ihn einmal. Und hör, was in dir antwortet.
Gut, dass du heute Stille als etwas Lebendiges berührt hast. Morgen folgen wir einer Wasserlinie, die sich ihren Weg sucht.
Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.
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