
Ebbe und Flut
Dein Impuls:
Gestern hast du dir inneren Abstand gegeben, mitten im Alltag.
Auf Juist folgt vieles dem Rhythmus von Ebbe und Flut. Es wechselt. Und gerade dadurch wirkt es verlässlich.
Manchmal fühlt sich Wechsel bedrohlich an. Als würdest du den Boden verlieren. Und manchmal ist Wechsel einfach nur Natur. Etwas, das nicht gegen dich ist.
Heute schreiben wir diesen Wechsel. Nicht schön. Nur wahr.
Nimm ein Blatt. Schreib oben zwei Wörter: „Ebbe“ und „Flut“.
Unter „Ebbe“ schreib drei Dinge, die bei dir gerade weniger sind. Energie. Geduld. Zeit. Oder etwas ganz anderes.
Unter „Flut“ schreib drei Dinge, die bei dir gerade mehr sind. Aufgaben. Gefühle. Geräusche. Oder auch: Hoffnung. Klarheit. Mut.
Schau dir beide Spalten an. Und sag dir: Beides gehört zu einem Tag. Nicht alles ist ständig gleich.
Jetzt leg den Stift kurz weg. Atme einmal ein. Und beim Ausatmen sag innerlich: „Auch das darf wechseln“.
Wenn du willst, setz einen kleinen Kreis um genau ein Wort. Das Wort, das du heute am liebsten freundlich behandeln würdest. Nur eins.
Und dann mach daraus eine Mini-Handlung. Wenn du „Zeit“ eingekreist hast, nimm dir zwei Minuten. Wenn du „Geduld“ eingekreist hast, sprich langsamer. Wenn du „Hoffnung“ eingekreist hast, schau kurz aus dem Fenster.
Gut, dass du heute Wechsel gesehen hast, statt nur Chaos. Morgen berühren wir ein großes Wort, das Schutz bedeutet.
Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.
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