
Dünenform
Dein Impuls:
Gestern hast du eine kleine Nuance gesucht, die okay ist.
Auf Juist stehen Dünen nicht für Perfektion. Sie zeigen eher: Form darf sich ändern. Wind kommt. Wind geht. Und trotzdem bleibt etwas stehen.
Vielleicht ist das die sanfte Wahrheit: Stabil heißt nicht starr. Stabil heißt: Du findest dich wieder. Auch wenn etwas an dir gearbeitet hat.
Heute nehmen wir das in den Körper. Als kleine Erinnerung: Du darfst nachgeben.
Erstens: Setz dich hin. Leg beide Hände auf die Oberschenkel. Spür das Gewicht deiner Hände.
Zweitens: Drück die Oberschenkel ganz leicht nach unten. Nur für zwei Sekunden. Und lass dann los. Spür den Unterschied.
Drittens: Mach das noch drei Mal. Drücken. Loslassen. Jedes Mal ein wenig weicher.
Jetzt bleib still. Frag dich: Wo in mir halte ich noch, obwohl es nicht nötig ist?
Wenn dir etwas einfällt, musst du es nicht lösen. Du kannst nur einen Ort im Körper finden, der nachgibt. Kiefer. Schultern. Bauch.
Wenn du magst, gib diesem Ort eine kleine Hilfe. Leg eine Hand dorthin. Atme hin. Beim Ausatmen lass ihn ein bisschen schwerer werden. So, als würde Sand sich setzen.
Heute geht es nicht um „stark“. Es geht um „beweglich“. Wie etwas, das sich formen lässt.
Gut ist auch: ein kleiner Versuch. Nicht perfekt. Nur echt.
Gut, dass du heute Loslassen im Körper geübt hast. Morgen schauen wir auf eine Zahl, die Weite spürbar macht.
Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.
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