Hochwasser-Ton

Hochwasser-Ton

Dein 6. Impuls

Dein Impuls:

Gestern hast du einen Übergang markiert, statt ihn zu überlaufen.

Auf Juist verändert Hochwasser den Ton der Insel. Plötzlich ist mehr Bewegung da. Mehr Kommen. Mehr Gehen. Nicht hektisch. Nur lebendig.

Vielleicht kennst du das auch. Manchmal wird dein Innenleben „voll“. Mehr Reize. Mehr Erwartungen. Mehr Tempo im Kopf. Und dann wirkt selbst ein kleiner Moment groß.

Heute schreiben wir. Ganz klein. Nur um wahrzunehmen.

Erstens: Nimm dir ein Blatt oder dein Handy. Stell einen Timer auf zwei Minuten.

Zweitens: Schreib drei Sätze, die mit „Wenn es voller wird…“ beginnen. Zum Beispiel: „Wenn es voller wird, spannt sich mein Kiefer an“. Oder: „… halte ich die Luft an“. Oder: „… will ich schneller sein“.

Das sind nur Beispiele. Nimm deine eigenen Worte.

Drittens: Schreib darunter drei Sätze, die mit „Dann darf ich…“ beginnen. „Dann darf ich langsamer sprechen“. „Dann darf ich eine Pause machen“. „Dann darf ich freundlich bleiben“.

Lies es einmal leise. Nicht als Plan. Als Erlaubnis.

Wenn du magst, streich einen Satz durch, der dir zu hart klingt. Und schreib ihn weicher. So, wie du mit einem guten Menschen reden würdest.

Zum Schluss leg eine Hand auf den Bauch. Atme einmal aus. Und frag dich: „Welcher Satz ist heute mein Rettungsring?“ Nimm genau den. Und lass den Rest liegen.

Gut, dass du heute Worte gewählt hast, die dich tragen. Morgen üben wir das Gegenteil: weniger, nicht mehr.

Das waren deine Meerblicke von Juist für heute. Schön, dass du da bist.

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